„Die schwierigste Entscheidung ist, etwas nicht mehr zu tun“
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Aktualisiert: vor 4 Tagen
Ein IT-Unternehmen stellt einen ganzen Geschäftsbereich ein – obwohl das Geschäft läuft. Für Bluesource war genau das der entscheidende Schritt, um wieder fokussierter zu werden: strategisch, operativ und im Markt.
Köttlach/Hagenberg, 30. April 2026
„Wir haben in der Branche Jahre gehabt, da war eine Unternehmensstrategie nicht unbedingt notwendig: Es waren genug Anfragen da und jeder hat irgendwo IT-Dienstleistungen gebraucht. Aber die Situation verändert sich, die Konkurrenz wird größer, der Markt härter", beschreibt Roland Sprengseis, Geschäftsführer von Bluesource, die Ausgangslage. "Und plötzlich musst du dir überlegen: Wofür stehen wir eigentlich?“
Die Antwort darauf blieb nicht theoretisch. Vor etwas mehr als einem Jahr traf das Unternehmen eine Entscheidung mit spürbaren Konsequenzen: „Wir haben ein Geschäftssegment aufgelassen. Komplett. Das war ein ganzer Geschäftsbereich, den wir bewusst nicht mehr weiterverfolgt haben“, so Sprengseis. „Das ist nichts, das man leichtfertig entscheidet. Aber irgendwann muss man als Unternehmer ehrlich beantworten, was man wirklich will und was eben nicht mehr.“
Strategische Neuausrichtung mit dem OKR Institut
Diesen Prozess hat Bluesource gemeinsam mit dem OKR Institut aufgesetzt. Der Fokus lag dabei darauf, strategische Entscheidungen konsequent mit dem tatsächlichen Arbeitsalltag zu verknüpfen. „Uns war wichtig, dass wir nicht mit einem Standardmodell starten, sondern mit der konkreten Situation des Unternehmens“, sagt Florian Haid, Geschäftsführer des OKR Instituts. „Also zuerst die grundlegenden Fragen: Wofür wollt ihr künftig stehen? Was sind die größten Herausforderungen? Und was sind eigentlich die wichtigsten langfristigen Ziele?“
Auf dieser Basis wurde die strategische Arbeit neu ausgerichtet und mit OKR ein klarer Arbeitsmodus eingeführt, der die Zusammenarbeit zwischen Führungsteam und Teams strukturiert und strategische Themen regelmäßig in den Arbeitsalltag bringt. „Der entscheidende Punkt ist, dass Strategie nicht im Workshop endet“, sagt Florian Haid. „Deshalb haben wir sehr früh darauf geachtet, dass Ziele, Prioritäten und Entscheidungen im Alltag von Bluesource zusammenpassen, denn sonst bleibt es nur Theorie.“
Klare Fokussierung und neue Dynamik im Markt
Die Wirkung dieser neuen Klarheit zeigte sich schnell. Mit der Entscheidung, einen Bereich bewusst nicht weiterzuführen, wurde der Weg frei für eine konsequente Fokussierung auf das Banken-Segment. „Wir haben diesem Bereich wirklich Raum gegeben. Und plötzlich ist dort eine ganz andere Dynamik entstanden. Die Anzahl unserer konkreten Termine mit Banken hat sich beispielsweise seither verfünffacht“, so Sprengseis.
Für Florian Haid liegt genau darin ein wichtiger Punkt: „Viele Strategien bleiben zu lange unverbindlich, weil neben der neuen Richtung alles Alte weiterläuft. Bei Bluesource war entscheidend, die neue Priorität nicht nur zu benennen, sondern ihr auch wirklich Aufmerksamkeit, Energie und Entscheidungsraum zu geben.“
Genau diese Verschiebung wurde im Alltag schnell sichtbar: „Sobald klar war, wohin wir wollen, haben die Leute begonnen, selbst proaktiv vorauszudenken. Da kamen plötzlich Ideen, auf die wir als Führungsteam allein nie gekommen wären“, beschreibt Sprengseis die Veränderung.
Ein Beispiel ist ein Tool zur Überprüfung der Barrierefreiheit von Banking-Anwendungen, das direkt aus einem Entwicklungsteam entstanden ist. „Früher wären solche Themen nicht entstanden. Heute kommen sie von selbst.“
„Wenn Impulse aus den Teams kommen, ist das ein gutes Zeichen – aber entscheidend ist, dass daraus eine verlässliche Arbeitsweise entsteht“, ordnet Haid ein. „Bei Bluesource sieht man genau das: Die Themen kommen nicht mehr nur aus einzelnen Initiativen, sondern entwickeln sich kontinuierlich aus der täglichen Arbeit heraus.“
Aus Veränderung wird Alltag
Heute arbeitet Bluesource im fünften OKR-Zyklus. Die Einführungsphase ist längst vorbei, die Arbeitsweise hat sich im Alltag etabliert. „Rückblickend war nicht die Strategie selbst das Entscheidende“, sagt Sprengseis, „sondern dass sie durch OKR im Alltag sichtbar geworden ist. Plötzlich war allen klar, worauf wir hinarbeiten und woran wir unsere Entscheidungen ausrichten.“
Auch intern zeigt sich die Veränderung deutlich. „Wir messen regelmäßig die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden und die ist seither deutlich gestiegen“, sagt Sprengseis. „Weil jetzt jeder das Gefühl hat, gehört zu werden und wirklich beitragen zu können.“
Der Weg dorthin war jedoch alles andere als trivial. „Der schwierigste Schritt war, Dinge bewusst nicht mehr zu machen“, beschreibt er. „Das klingt einfach, aber genau da entscheidet es sich im Alltag.“ Heute zeigt sich der Unterschied genau dort: „Früher haben wir vieles begonnen. Heute bringen wir Dinge wirklich zu Ende.“
Über Bluesource - mobile solutions
Bluesource ist ein im oberösterreichischen Hagenberg ansässiges Unternehmen für mobile Softwarelösungen. Das Unternehmen entwickelt digitale Anwendungen für Kunden aus Branchen wie Banking, Handel und Industrie.
Über das OKR Institut
Das OKR Institut begleitet Unternehmen bei der Neuausrich
tung ihrer strategischen Arbeit und der Einführung wirksamer Zielsysteme. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung klarer strategischer Fokussierung und deren Umsetzung im Alltag von Organisationen.
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