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Klassische Jahresziele sind ein Auslaufmodell


Die klassischen Jahresziele und die dazugehörigen Jahresbudgets sind gemacht für ein stabiles Umfeld, in dem es kaum Veränderungen gibt und das somit gut einschätzbar ist. Aber wann waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen denn zuletzt wirklich für ein Jahr vorab absehbar?


Nicht erst seit 2020 zwingen uns unerwartete Probleme immer öfter dazu, unsere mühsam erarbeiteten Pläne über den Haufen zu werfen. Ziele und Prioritäten müssen dann kurzfristig neu gesetzt werden, Budgets unterjährig neu verhandelt werden. Das hohe Maß an Unsicherheit und die sich rasch ändernden Bedingungen auf den Märkten von heute können mit jährlichen Budgets und Jahreszielen einfach nicht mehr abgebildet werden:


  • Ganzjahresziele sind nicht effektiv: Die Ziele werden meist nicht erreicht. Trotz aufwändiger Planung kann die Entwicklung eines ganzen Jahres immer weniger vorhergesagt werden.

  • Ganzjahresziele sind ineffizient: Das Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis ist schlecht. Das gesamte Zielmanagement erfordert immer mehr Zeit und Ressourcen in Relation zum erzielten Ergebnis.

  • Ganzjahresziele machen träge: Entscheidungen werden zu spät getroffen. Die Abstimmung über Abweichungen und Maßnahmen dauern über die Instanzen hinweg immer länger.

  • Ganzjahresziele bremsen Entwicklung: Die Mitarbeiter und das Unternehmen entwickeln sich kaum weiter. Alle fokussieren sich auf das, was nötig ist und nicht auf das, was möglich ist.

  • Ganzjahresziele killen Motivation: Das Bewertungsgespräch ist der überdimensionale „Höhepunkt“ des Jahres. So gut wie alle Mitarbeiter und Führungskräfte hadern nicht erst seit heute mit diesen Gesprächen.


Fazit: Ganzjahresziele beschränken und bremsen die Leistung von Teams und Unternehmen! Gerade in unserer VUCA-Welt muss das Zielmanagement neu gedacht werden.

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